Bodenpflege und Einlagern von Gemüse –

Gartentipps vom s‘Kraftplatzerl

Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Jetzt macht es auch noch richtig  Spaß den Gemüsegarten winterfit zu machen, Beete und Boden noch einmal zu pflegen und auf das Frühjahr vorzubereiten. Die vitaminreichen Schätze die noch wachsen  werden zum Einwintern abgeerntet oder winterfest eingepackt. Wir haben für sie einige Tipps, damit sie noch lange ihre Ernte genießen können, denn speziell im Winter freut man sich über frisches Gemüse.

• Die Beete auf denen noch Wintergemüse und Salat stehen, werden noch einmal durchgehackt, von Unkraut befreit und gemulcht.

• Auf den abgeernteten Beeten wird die Erde gelockert und glattgerochen. Zur Verbesserung des Bodens streut man noch großzügig Biolit Urgesteinsmehl über die Beete und gießt mit EM-Aktiv (EMa).

• Die geschlossene Oberfläche hält auch die Schnecken fern, die sich jetzt ihre Winterquartiere suchen.

• Auch der Kompost profitiert noch von einer Gabe Urgesteinsmehl und EM!

• Man kann die Beete auch mit Laub abdecken. Laub bildet eine Schutzschicht für Beete und Nützlinge. Laub baut zudem auch humosen, lockeren Boden auf.

• Nuss- und Eichenlaub ist für den Gemüsegarten nicht geeignet, sie enthalten einen hohen Gerbsäurenanteil, der für einige Zeit jegliches Wachstum unterdrückt.

• Nusslaub vertreibt allerdings erfolgreich Wühlmäuse! Einfach einige Blätter Nusslaub in die Mauslöcher stecken und mit etwas Erde bedecken. Ist der Wühlmausbefall sehr stark, kann man auch die Beete den Winter über mit dem Laub zudecken und die Laubdecke im Frühjahr wieder entfernen.

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BIO-LIT STEINMEHL ULTRAFEIN

BIOLIT Steinmehl ultrafein ist ein basisch-silikatisches Diabas-Urgesteinsmehl mit sehr großer Oberfläche.

Wegen des hohen Anteils an Mineralien und seiner enormen Oberfläche wird das geriebene Gestein im Garten und in der Landwirtschaft als Bodenhilfsstoff zur Aufbereitung des Bodens eingesetzt. Es dient als Nist- und Nahrungsplatz für Effektive Mikroorganismen (EM-Aktiv) und wird deshalb oft in Kombination eingesetzt.

BIO-LIT Steinmehl wird zumeist gemeinsam mit EM-Aktiv eingesetzt, u.a. in der Bodenaufbereitung, für Gemüse- und Blumengärten, Balkon- und Topfpflanzen, Wiesen, zur Kompostierung, für Sprühungen im Obst- und Weinbau (zumeist BIO-LIT ultrafein) und zur Verbesserung der Wasserqualität in Folien- und Naturteichen.

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EFFEKTIVE MIKROORGANISMEN AKTIV (EM-AKTIV)

EM-Aktiv (EMa) dient vor allem als Bodenhilfsstoff, denn es fördert die Keimung, Wurzelbildung, Blüte, den Fruchtansatz und die Reifung von Pflanzen. Außerdem verbessert EM-Aktiv (EMa) den physikalischen, chemischen und biologischen Zustand des Bodens und beschleunigt die Kompostierung.

EM-Aktiv (EMa) soll immer sehr frisch verbraucht werden, da die Mikroorganismen in den Wochen nach der Herstellung am aktivsten sind und kann in der biologischen Landwirtschaft eingesetzt werden.

•  Mischverhältnis zu Gießen: 1EL auf 1 L Wasser
EM-Aktiv (EMa) ist das gebrauchsfertige Produkt und wird aus 3 % EM-Urlösung, 3 % Zuckerrohrmelasse und Wasser hergestellt.
EM-Aktiv (EMa) hat einen pH-Wert von 3,3–3,6.

Hier noch einige Anwendungsbeispiele für die direkte Anwendung von EM 1 Urlösung:

•  Zimmerpflanzen: alle 4 Wochen 20 ml auf 1 Liter Giesswasser geben und mit gleicher Dosierung die Pflanze einsprühen.

•  Gemüsebeete: 1 mal im Monat ( April bis Oktober ) 200 ml auf 10 Liter Giesswasser für eine Fläche von ca. 10 m².

•  Kompost: 5 mal im Jahr 1 Liter auf 10 Liter Wasser pro m³ verteilen.

Gegen Schädlings- und Pilzbefall bei Pflanzen: Mit einer Verdünnung aus 100 ml EM Urlösung und 10 Liter Wasser vor der Blüte in frostfreier Zeit und nach Laubabfall Ihre Pflanzen einsprühen. So stärkt man auf natürliche Weise das Immunsystem der Pflanzen, die dann sehr gut ohne Chemie auskommen.

Quelle: www.multikraft.com

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Einlagern von Kartoffeln

Wer selbst Kartoffel angebaut hat oder eine gute Bezugsquelle eines Bio- Kartoffelbauern für Lagerkartoffel an der Hand hat, kann diese wertvolle und beliebte Knollen einfach einlagern.

• Darauf achten, dass die Kartoffeln trocken sind.

• Kartoffeln in einem trockenen, dunklen und kühlen Raum einlagern. Die ideale Lagertemperatur von Kartoffeln liegt zwischen 4 und 12 Grad.

• Wichtig ist auch eine gute Luftzirkulation.  Kartoffeln in einem Jute- oder Leinensack, in einer luftigen, mit Zeitungspapier ausgelegten Kiste, Tontopf oder  Weidenkorb füllen.

•  Zwischendurch die Knollen wieder umschichten und faule aussortieren. Schwitzt die Kartoffel beginnt sie zu faulen und zu schimmeln. Sollte dies geschehen, die angefaulte Kartoffel sofort entfernen, da die Fäule sonst auch auf die anderen Kartoffeln übergreift.

•  Kartoffeln kann man auch mit Effektiven Mikroorganismen einlagern, so schmecken sie noch im späten Frühjahr wunderbar. Vor dem Einlagern die Kartoffeln leicht mit EM Super Cera C® Pulver bestäuben, hierfür ein Zerstäuber oder ein Sieb verwenden. Zusätzlich können die Knollen nach dem Einlagern leicht mit einer Garten- und Bodenaktivator- oder EMa Lösung 1:20 (5ml auf 100ml Wasser) eingesprüht werden.

• Kartoffeln nicht neben frischem Obst lagern. Äpfel und Birnen sondern ätherische Öle ab, die das Austreiben und Schrumpeln der Kartoffeln begünstigen.

•  Besteht die Gefahr, dass sich Nagetiere an den Kartoffeln zu schaffen machen, dann kann man im Lagerraum der Kartoffeln Farnkraut auslegen. Nagetiere hassen den Geruch von Farnkraut.

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Einlagern von Karotten

Wenn sich die Blattspitzen der Karotten gelb oder rot verfärben, wird es Zeit sie in das Winterquartier zu bringen. Lagerkarotten können auch auf vielen Märkten gekauft werden.

•  Das Wurzelgemüse kommt gut mit Temperaturen zwischen 1-5 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit zurecht.

•  Nur gesunde Karotten eignen sich zum Einlagern.

•  Vor dem Einlagern die Karotten nicht waschen, da sie sonst schneller faul werden. Die angehaftete Erde wird nur grob entfernt. Das Kraut wird abgedreht.

•  Die Karotten in ein Kisterl mit Sand schlichten. Lage für Lage werden abwechselnd Karotten und eine Schicht Sand aufgeschichtet. Die letzte Schicht ist Sand.

Das Kisterl mit Wasser abbrausen und gut abrinnen lasse. Der Sand sollte nicht zu nass sein, wenn er in den kühlen Lagerraum wandert.

Gut mit Sand bedeckt und durch die Feuchtigkeit und Kälte halten sich die Karotten viele Wochen.

•  Man kann das Herbstgemüse auch im Garten in Erdmieten einlagern.  Die Erdmiete ist eine Grube im Erdreich. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Ein 50 cm tiefes Erdloch graben. Dieses mit Stroh auslegen, Karotten einlegen und das Gemüse mit einer Schicht aus Laub oder Stroh bedecken. Diese Schicht wird zudem mit dem Erdaushub bedeckt.
Oder die Grube im Erdreich kann auch abwechselnd mit Gemüse, Sand und Folie aufgeschichtet werden.

In den Erdmieten hält sich Gemüse über den Winter und kann ganz nach Bedarf aus dem Garten entnommen werden.

•  Um die Haltbarkeit zu verlängern kann man wie bei den Kartoffeln, die Karotten mit Effektiven Mikroorganismen einlagern. Dass Wurzelgemüse vor dem Einlagern leicht mit EM Super Cera C® Pulver bestäuben, hierfür ein Zerstäuber oder ein Sieb verwenden. Zusätzlich können Karotten nach dem Einlagern leicht mit einer Garten- und Bodenaktivator- oder EMa Lösung 1:20 (5ml auf 100ml Wasser) eingesprüht werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass mit Effektiven Mikroorganismen behandeltes Gemüse sehr haltbar ist.

•  So können auch Wurzelgemüse wie Sellerie, Stangensellerie, Pastinaken, Petersilie, Rote Beete, Rüben, Schwarzwurzeln, Meerrettich und Rettich eingelagert werden.

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Endiviensalat

Endiviensalat kann noch im Garten bleiben. In milderen Lagen kann er bis in den Dezember hinein direkt vom Beet geerntet werden. Er verträgt leichte Fröste und kann einige kalte Nächte problemlos überstehen.

•  Bei Minusgraden braucht Endivien aber doch eine Schutzdecke. Man kann ihn mit einem zweilagigen Vlies abdecken. Bei Sonnenschein sollte das Beet unbedingt gelüftet werden, sonst faulen die Köpfe schnell.

•  Setzt man den Endivien überhaupt ins Frühbeet, kann er dort zugedeckt bis in den Winter geerntet werden. Gut mit einer Noppenfolie oder einer Decke zugedeckt kann er bis ins Frühjahr im Garten bleiben. Minus 10° kann er schon erdulden.

•  Zum Einlagern kann man die Pflanzen mit der Pfahlwurzel ausgegraben und im Frühbeet in Erde eingeschlagen.

•  Um Endivien einzulagern werden die Salatköpfe bei Frostbeginn an einem sonnigen Tag vorsichtig mit den Wurzeln aus dem Beet gehoben, dicht in Steigen geschlichtet und in Sand eingeschlagen. Oder man wickelt die trockenen Köpfe ohne Wurzeln in Zeitungspapier und schlichtet sie in Steigen.
Die Steigen werden im dunklen kühlen Keller aufbewahrt.

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Winterhartes Gemüse

Bei Feldsalat, Rosenkohl, Grünkohl, Schwarzwurzeln und Topinambur erspart man sich das Einlagern, denn sie sind ganz winterhart. Deckt man den Boden für Schwarzwurzeln und Topinambur mit einer dichten Schicht Stroh ab, kann man den Boden länger frostfrei halten.

Als Herbst und Frühwintergemüse sind die Knollen der Topinambur ein sehr wertvolles Frischgemüse.

Die wertvollen Knollen enthalten neben Carotinen, B-Vitaminen und E-Vitaminen auch reichlich Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Vor allem aber bis zu 20 Prozent Kohlenhydrate, davon aber bis zu 16 Prozent Inulin. Deshalb können sie für Diabetiker zum Kartoffelersatz werden.  Inulin ist ein starker Nieren- und Gallenreiniger und aktiviert alle Ausscheidungen. Die Topinambur-Knolle wird daher oft auch als Schlankheitsmittel angepriesen. Sie ist zudem Fett-und kalorienarm. 

Diese einzigartige Knolle der Topinambur ist in der Küche richtig flexibel. Der leicht süßliche Geschmack kann so manchen geschmacklichen Akzent in einem feinen Gericht setzen. Salatfans essen sie roh geraspelt, man kann sie aber sehr gut kochen, braten oder backen, für Suppen, Püree und in vielen Gemüsegerichten verwenden. Auch das Kochwasser kann für Soßen oder Suppen verwendet werden. In Amerika werden sogar Diabetikernudeln daraus zubereitet.

In unserer Rezeptesammlung finden sie viele köstliche Rezepte zum Schmökern und Nachkochen. 

Die cremige Topinambur – Sesam – Suppe mit frittierten Topinamburchips schmeckt ebenso köstlich wie

gebratener Topinambur mit Knoblauch im Backrohr oder in der Pfanne.